Brennholz & richtige Brennholzlagerung

Holzlagerung Kachelofenbau Lothar Schwär aus OberriedDas richtige Brennholz und die richtige Brennholzlagerung sind sehr wichtig, wenn Sie das optimale Wärmeergebnis mit Ihrem Kachelofen, Heizkamin oder Kaminofen erreichen wollen. Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Tipps und Tricks zusammengestellt:

  • Holz muss gestapelt werden. Achten Sie dabei auf die Stabilität der Holzstapel
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Hinterlüftung
  • Das Brennholz gespalten mindestens 2 Jahre an einem trockenen Ort lagern
  • Benutzen Sie ausreichend Anfeuerholz. Das Anfeuerholz immer „kreuz und quer“ auflegen, damit genügend Luft an die Flammen kommen kann.
  • Legen Sie immer mindestens zwei Scheite Holz auf, die Holzscheite geben sich so Strahlungswärme ab und sorgen für eine höhere Verbrennungstemperatur
  • Mischen Sie verschiedene Hölzer. Schnell brennendes Holz wie Weichholz (Nadelholz) heizen den Ofen so richtig an, während Hartholz (Buche oder Eiche) länger brennt.
  • Beim Verfeuern von Braunkohlebriketts, zum Beispiel zum Halten der Glut über Nacht, genügend Kleinholz zum „Rundherum Anglühen“ beilegen.
  • Briketts nie in nasses Zeitungspapier einwickeln! Es glimmt zwar länger, wärmt aber wesentlich schlechter und stinkt.,
  • Verbrennen Sie kein Holz, das nicht ausreichend getrocknet wurde. Das führt sonst zu Störungen und Schäden. Die Holzfeuchte muss unter 20 Prozent liegen.
  • Verfeuern Sie keine Abfälle! Auf keinen Fall lackiertes oder beschichtetes Holz, Spanplatten oder sonstiges Bauholz.
  • Hartholz wie Buche weist ein höheres spezifisches Gewicht auf als Tannenholz. Ein Kilogramm Tannenholz ergibt deshalb volumenmässig mehr Holz als ein Kilogramm Buche. Zwei Jahre trocken gelagertes Buchenholz ist ein idealer Brennstoff.

Einflüsse auf die Verbrennungstemperatur

  • Weichholz (Fichte, Tanne, Kiefer, Weide etc.): geringe Dichte mit größerer Oberfläche, dadurch hohe Verbrennungstemperatur
  • Hartholz (Eiche, Buche): höhere Dichte, dadurch niedrige Verbrennungstemperatur
  • Feuchtes Holz: Dadurch, dass das Wasser verdampft werden muss, kommt es zu einer niedrigen Verbrennungstemperatur
  • Klein gehacktes Holz: größere Oberfläche, dadurch höhere Verbrennungstemperatur

Merkmale zur Beurteilung der Verbrennung

  • Sichtscheibe verrußt komplett –> Die Verbrennungstemperatur ist zu niedrig
  • Auskleidung (Vermiculite oder Schamotte) verrußt –> Die Verbrennungstemperatur ist zu niedrig
  • Qualmbildung über Flammenende –> Die Verbrennungstemperatur ist zu niedrig
  • Verzunderungen (Oxidation) an Metallteilen –> Die Verbrennungstemperatur ist zu hoch
  • Ofen tickt oder knackt stark –> Die Verbrennungstemperatur ist zu hoch

Holzart und Heizwert je kg/kWh

  • Ahorn =4,1
  • Birke =4,3
  • Lärche =4,4
  • Buche =4,0
  • Pappel =4,1
  • Eiche =4,2
  • Robinie =4,1
  • Erle =4,1
  • Tanne =4,5
  • Esche =4,2
  • Ulme =4,1
  • Fichte =4,5
  • Kiefer =4,4
  • Weide =4,1